VALENTINSTAG MAL NACHHALTIG!

Am 14. Februar ist es wieder soweit: Dank dem Valentinstag werden in der Schweiz so viele Blumen verkauft wie sonst nur am Muttertag. Die allermeisten Schnittblumen stammen dabei aus dem Ausland - mit einer erschreckenden Ökobilanz. Hier erfährst du wieso und welche Alternativen du hast.

Teils schon im November geschnitten

Am offiziellen Tag der Liebe verkaufen Floristen schweizweit hunderttausende Blumen. Dass dabei über 80% der Schnittblumen aus niederländischen Gewächshäusern und aus Übersee stammen und mit gekühlten Lastwagen in die Schweiz transportiert werden, macht diese Blumen zu Umweltsündern. Und weil zum Valentinstag meistens rote Rosen verschenkt werden und Produzenten in Holland und Ecuador niemals so viele Rosen gleichzeitig anbauen könnten, werden diese weit im Voraus geschnitten und in Kühlräume gestellt. Im schlimmsten Fall sind Rosen dabei schon seit November (also seit vier Monaten) im Kühler - energietechnisch ein absoluter Horror.


Rosen sind umweltschädlicher als Rindfleisch

Gemäss einer Studie von MyClimate (2019) verursacht die Produktion und der Transport von konventionell in holländischen Gewächshäusern angebauten Rosen knapp 1.5kg CO2e pro Rose oder 25kg CO2e für 1kg Rosen (weiter unten findest du eine Erklärung, was alles in die Klimabilanz eines Produktes hineinfliesst und was CO2e genau bedeutet). Zum Vergleich: 1kg Rindfleisch verursacht 15.4kg CO2e (WWF, 2020), also knapp 40% weniger als 1kg Rosen. Der Anbau und Transport von einem Strauss Rosen ist also umweltschädlicher als Rindfleisch. Das Problem: Rindfleisch ist bekannt für seine schlechte CO2-Bilanz. Bei Schnittblumen hingegen ahnen die Wenigsten etwas Böses.


Holland ist schlimmer als Kenia

Doch es gibt auch Unterschiede zwischen Anbauländern. Interessanterweise - und das scheint auf den ersten Blick unlogisch - sind holländische Blumen viel umweltschädlicher als solche, die aus Kenia oder Ecuador importiert werden (MyClimate, 2019). Der Grund dafür liegt am Klima: Während in Afrika und Mittelamerika die Blumen das ganze Jahr über im Freiland angebaut werden können, müssen in Holland in beheizten Gewächshäusern produziert werden. Fairtrade-Rosen aus Kenia verursachen so "nur" 0.235kg CO2e pro Rose und sind also sechs mal umweltfreundlicher als solche aus Holland.


Pestizide, Pestizide und nochmals Pestizide

Eines darf man jedoch nicht ausser Acht lassen: Afrikanische Rosen sind dafür voll mit Pestiziden. Diese werden nämlich in vielen Produktionen massenweise eingesetzt. So sind diese Blumen zwar umweltfreundlicher, aber keinesfalls nachhaltiger - die soziale Nachhaltigkeit mit Arbeitsbedingungen der Arbeiter auf Blumenplantagen sind nämlich schrecklich. Dazu kommt, dass wir als Konsument*innen ebenfalls in Kontakt mit diesen Pestiziden kommen: Wir haben sie an den Händen, wenn wir die Blumen zuhause in eine Vase einstellen. Und unbemerkt einatmen tun wir sie auch: Nämlich dann wenn wir ein Rosenstrauss bekommen, das Gesicht in den Strauss halten und einen tiiiiiefen Atem nehmen. Gemäss Ökotest (2020) werden bis zu 50 mal mehr Pestizide auf Rosensträusse gesprüht wie auf Lebensmittel - oft sogar solche, die in Europa verboten und krebserregend sind. Einen Pestizidgrenzwert gibt es dabei (noch) nicht. Wir finden: Blumen sind ein kurzweiliges Produkt, schliesslich welken die meisten nach ungefähr sieben Tagen. Dafür lohnen sich diese schlechten Klimabilanzen und den Einsatz von Pestiziden einfach nicht.


Extrem schwierig für Konsument*innen

Für Konsument*innen ist das extrem schwierig zu sehen, denn der Markt ist nicht wirklich transparent. Während bei Früchten und Gemüse die Themen Regionalität und Saisonalität bereits etabliert sind und auch gefordert werden, wird in Blumengeschäften oft nicht einmal angegeben, in welchem Land die Blumen angebaut wurden (geschweige denn wie frisch sie sind).


Wir wollen dem entgegensteuern!

Bei Blumenpost spielen wir dieses Spiel nicht mit. Wir beziehen ausschliesslich saisonale Blumen aus der Region, frisch vom Feld (oder auch mal dem Baum). Zum Vergleich: Gemäss einer aktuellen Studie von Myclimate verursacht ein Strauss holländischer Rosen aus dem Gewächshaus 74 Mal mehr CO2 als eine Schweizer Freiland Rose (MyClimate, 2019) (hier geht es zum Blog zur Klimabilanz von Blumen). Das bedeutet aber auch, dass Kundinnen und Kunden bei uns im Februar keine Rosen oder Tulpen finden, sondern dass sie Blumensträusse mit genau den Sorten bekommen, die im Februar in der Schweiz Saison haben: Magnolien, Kamelien, Weidenkätzchen, Spiraea, Kirschblüten, Schneeball und Forsythien. Dass unsere Sträusse frisch aus der Region sind und richtig Schweizerisch sind, macht sie eben richtig schön. In unserem Saisonkalender stellen wir dir vor, welche Sorten im Januar, Februar oder März Saison haben.


Blumenpost Blumenstrauss Valentinstag Valentines Day

Ein nachhaltiges Geschenk zum Valentinstag

(Achtung jetzt kommt ein bisschen Eigenwerbung für uns). Unsere Blumensträusse sind ein super Geschenk zum Valentinstag. Nicht nur werden regionale Bauern unterstützt - am Strauss ist eine Karte dran, die jede Sorte im Strauss erklärt. So lernt man heimische Sorten kennen und erkennt bei Spaziergängen anschliessend die eine oder andere Sorte (auch das ist nachhaltig). Dass die Blumen eine viel tiefere Klimabilanz aufweisen und nicht mit giftigen Pestiziden gespritzt sind, macht sie natürlich noch besser.


Unser Special zum Valentinstag: Lieferung am Sonntag, 14. Februar 2021

Dieses Jahr geben wir uns die grösste Mühe, dass du am Valentinstag selber Blumen übergeben kannst. Deshalb liefern wir ausnahmsweise sogar am Sonntag aus (in Zürich und rund um den Zürichsee). Du kannst die Blumen auch am Samstag, 13. Februar frisch bei uns im Blumen-Atelier abholen. Dann sind sie sogar noch ein bisschen günstiger.


Hier geht es zum Special.

Blumen ja, Valentinstag bä?

Für alle, die zwar gerne Blumen haben, sich aber nicht vom Valentinstag gedrängt fühlen wollen, Blumen zu schenken: Wir verstehen euch (auch wenn wir es natürlich schön finden, wenn ihr Blumen verschenken möchtet). Für euch haben wir aber die perfekte Lösung: Mit unseren verschiedenen Blumen-Abos könnt ihr immer wieder Blumen schenken (und wir liefern sie direkt zu euch oder der beschenkten Person nach Hause). Ob für 3 Monate oder mit je 1 Strauss pro Saison (also alle 3 Monate) - du ihr könnt das Abo individuell zusammenstellen, jederzeit anpassen oder pausieren. Und wenn alle Sträusse ausgeliefert sind, läuft das Abo automatisch aus. Ganz einfach, nachhaltig und schön.


Hier geht es zu allen Blumen-Abos.


Alles Liebe,

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